Positionen von Michael Krenz

Hier finden Sie Informationen zu Themen, die Michael Krenz wichtig sind.

Hinweis: Die aufgeführten Positionen entsprechen der Meinung der jeweiligen AutorIn und geben nicht zwangsläufig der Position des Kreisverbandes oder anderer Gliederungen wieder. Sie sind somit als Diskussionsbeitrag zu sehen.

Wie soll eine "grüne" Marktwirtschaft aussehen?

- Redebeitrag auf der Kreiskonferenz 2007 -

"Kapital muss immer und zu erst bedient werden."
Rendite 41% - für einen geliehenen Euro erhält der Kreditgeber 1,41 € zurück – wofür eigentlich?

Haben die Aktionäre, haben die Angestellten der Deutschen Bank, haben die Fondsmanager die kreativen Ideen für neue Produkte und Dienstleistungen gehabt und diese im Schweiße ihres Angesichts realisiert?

Nein ! Warum dann 41 Cent zusätzlich für den geliehenen Euro zurück?

Was sonst hätte der Geldgeber mit seinem von ihm nicht benötigten Euro denn machen können?
Diesen essen oder trinken oder sich daran wärmen - sich daran ergötzen?

Der Ruf nach Regularien für die Globalisierung, für Hedge-Fonds, für die Wirtschaft, für den Markt wird immer öfter, immer hörbarer vorgetragen.

Welche Regularien sollten es sein:

Das Welthandelsabkommen, die WTO - ein Segen für indische Baumwollbauern und afrikanische Milchbauern?

Die Weltbank mit ihren Auflagen bei Kreditvergaben – ein Segen für die Staaten Afrikas und Lateinamerikas?

Nationale-, EU- und internationale Kartellbehörden, welche mit Untersuchungen - wenn überhaupt - oft erst nachdem Absprachen und Korruption die Maximal-Rendite und den Extraprofit eingespielt haben, reagieren.

Strafen – peanuts. Folgen – the same precedure as every year .

Dem deutsche Modell der betrieblichen Mitbestimmung – begegnet Siemens mit:

Was kostet eine Gewerkschaft?

Auf der Suche nach den Zügeln, nach einem Regulativ für diesen real existierenden, Ressourcen fressenden, Armut, Not, Elend und Kriege produzierenden Kapitalismus wird das entscheidende Regulativ, welches als Grundvoraussetzung diesen Turbo-Kapitalismus erst ermöglicht hat – nein, nicht links liegen gelassen - sondern völlig außer Acht gelassen – das Geld.

Nicht das Geld als Tauschmittel an sich ist der Schuldige, nein! – Sondern die von uns dem Geld auferlegten - nicht gottgegebenen - Wirkmechanismen und Regularien sind es, die uns zwingen einen Vernichtungsfeldzug gegen uns und unsere Lebensgrundlagen zu führen.

Das Geld ist eine öffentliche Einrichtung, die es im Interesse der Menschen und einer nachhaltigen Gemeinschaft zu regeln gilt.

Nicht die Menschen müssen global zu Dienern des Kapitals werden.
Nein, das Kapital hat den Menschen zu dienen – weltweit!

Erst dann wird Marktwirtschaft Grüne Marktwirtschaft – ökologisch, sozial, nachhaltig!

Alternative zum Kapitalismus?!

- Rede auf der Kreiskonferenz in Riesa -

An alle Mitglieder von Bündnis 90 / Die Grünen in Sachsen,

mit Blick auf die bevorstehende KK in Riesa und der Suche des LV nach Themen und Projekten, welcher er aufnehmen und entwickeln sollte, möchte ich euer Augenmerk auf eine öffentliche Einrichtung richten, welche wohl unstrittig immensen Einfluss auf alle Bereiche der Gesellschaft hat – das Geld.

Ich behaupte, dass sich mit der nachhaltigen Gestaltung dieser öffentlichen Einrichtung – Geld uns erst der Weg eröffnet, um unser programmatisches Ziel einer ökologischen, sozialgerechten Demokratie weiter verfolgen zu können.

Über die Wirkungen des heutigen Geldes in unserer real existierenden Welt findet ihr u.a. bei nachfolgenden Autoren (hier nur mit einem Teil ihrer Veröffentlichungen benannt) weitreichende
Informationen und Zusammenhänge benannt:

Helmut Creutz, „Das Geldsyndrom - Wege zu einer krisenfreien Marktwirtschaft“; „29 Irrtümer rund ums Geld“

Margrit Kennedy, „Geld ohne Zinsen und Inflation - Ein Tauschmittel das jedem dient“

Bernd Senf, „Der Nebel um das Geld“; „Der Tanz um den Gewinn“; „Der blinde Fleck der Ökonomie“

Auch im Internet sind reichlich Informationen zu finden. Hier nur einige Web-Seiten:
www.geldreform.de; www.freigeld.de; www.ngo-online.de; www.INWO.de; ...

Und natürlich bei Silvio Gesell „Die natürliche Wirtschaftsordnung“ .
über den unter anderen urteilen:

Albert Einstein: „Die Schaffung eines Geldes, das sich nicht horten läßt,
würde zur Bildung von Eigentum in wesentlicher Form führen.“

John Maynard Keynes: „Ich glaube, daß die Zukunft mehr vom Geiste Gesells
als von jenem von Marx lernen wird.“

H.G. Wells: „Gesells Name wird ein führender Name in der Geschichte sein,
wenn sie einst entwirrt sein wird.“

In Erwartung einer kritischen Bewertung meiner o.g. These
wünsche ich der Kreiskonferenz in Riesa einen produktiven Verlauf.

Kapitalismus und Demokratie - geht das zusammen ?

- Redebeitrag auf der Kreiskonferenz 2005 -

Vor der Wahl Steuergeschenke an Kapitalgesellschaften, nach der Wahl Steuererhöhungen für alle.

Von Schwarz, Rot, Gelb, Grün - alle hatten schon mal ihre Chance - in welcher Farbkombination auch immer - das Resultat:
Großunternehmen haben Gewinnzunahmen - Arbeitende dürfen mit real weniger Lohn oder dem Blauen Brief nach Hause gehen.

In Deutschland sind Reiche reicher und Arme zahlreicher geworden.

Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit - ja, dies global - ja !

Aber nicht so: ....deutsche Mieten bei portugiesischen Löhnen und indischem Arbeitsrecht !

Wettbewerb ja - aber was sind die Regeln ?

Marktwirtschaft und Demokratie - ja !!
Aber (Turbo)-Kapitalismus und Demokratie - geht das zusammen ?

Wer hat, wer soll in dem von uns angestrebten Gesellschaftsmodell - einer ökologischen , sozialgerechten Marktwirtschaft das Sagen haben?  Der Souverän oder das Kapital !?

Politisches Handeln
ist das Gestalten aller öffentlichen Einrichtungen zum Wohle der Gemeinschaft mit dem Zutun des Einzelnen und zu dessen Nutzen.

Kinderbetreuung, Schule, Lehre, Hochschule, Berufsausbildung, Bahn, Post, Trinkwasser / Abwasser, Abfall, Stromnetze, Straßennetze, Telefon, Internet, Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung - alles öffentliche Einrichtungen , die ständig umgestaltet wurden und werden.

Unser Umgestaltungswille macht Halt vor der öffentliche Einrichtung, auf der das Markttreiben fußt, die es überhaupt erst möglich macht und welche die Grundlage jeglicher Globalisierung ist.

Das Geld von der Gemeinschaft erdacht, entwickelt als der von allen akzeptierte Vergleichsmaßstab für erbrachte Leistungen am Markt, für die erbrachten Leistungen in der Marktwirtschaft.

Diese öffentliche Einrichtung - Geld , gilt es nachhaltig zu gestalten.

Das neue Geld gilt es so zu gestalten, dass erbrachte Leistungen sich am Markt fair vergleichen können.

Das neue Geld gilt es so zu gestalten, dass keiner diese öffentliche Einrichtung sperren kann. Geschweige denn für seine Verweigerung auch noch eine Belohnung, einen Zins und Zinseszins erhält.

Das neue Geld gilt es so zu gestalten, dass die öffentliche Einrichtung - Geld - der Gemeinschaft dient und nicht die Gemeinschaft in die “Schuldknechtschaft” - in das “Monopoly-Spiel” von einigen wenigen Kapitalfonds gezwungen werden kann.

Es gibt Alternativen - erkennen wir sie und machen wir diese möglich:

Gestalten wir die Zukunft unseres Geldes im Sinne von Silvio Gesell -
so gestalten wir die Zukunft unserer Gesellschaft gerechter.

Entwickeln wir eine sozialgerechte Alternative zum real existierenden Kapitalismus - so sind wir wieder die wählbare Alternative.