25 Jahre Friedliche Revolution in der Oberlausitz - Festveranstaltung/Konzert am 19.Oktober 2014 in der Klosterkirche Zittau, Festredner: Werner Schulz

Am 9. September 1989 wurde in Grünheide bei Berlin der Gründungsaufruf des Neuen Forum erarbeitet. Damit trat die größte und wichtigste Bürgerbewegung des Herbstes 1989 auf den Plan. Unter den 30 Erstunterzeichnern waren mit Alfred Hempel und Jan Herrmann auch zwei Oberlausitzer. Mit dem Neuen Forum entstand erstmalig eine politische Plattform im ausserkirchlichen Raum, welche die Menschen einlud, sich an der „... Diskussion und Bearbeitung lebenswichtiger Gesellschaftsprobleme ...“ (aus dem Gründungsaufruf des Neuen Forum) zu beteiligen.

Am 9. September 1989 wurde in Grünheide bei Berlin der Gründungsaufruf des Neuen Forum erarbeitet. Damit trat die größte und wichtigste Bürgerbewegung des Herbstes 1989 auf den Plan. Unter den 30 Erstunterzeichnern waren mit Alfred Hempel und Jan Herrmann auch zwei Oberlausitzer. Mit dem Neuen Forum entstand erstmalig eine politische Plattform im ausserkirchlichen Raum, welche die Menschen einlud, sich an der „... Diskussion und Bearbeitung lebenswichtiger Gesellschaftsprobleme ...“ (aus dem Gründungsaufruf des Neuen Forum) zu beteiligen. Sehr schnell konstituierte sich auch in der Oberlausitz ein Koordinierungskreis zur Unterstützung der Anliegen des Neuen Forum. Oppositionelle Umwelt-, Friedens- und Menschrechtsgruppen und Kirchgemeinden in Großhennersdorf, Zittau, Löbau, Bautzen und Görlitz waren seit Jahren gut vernetzt und unterstützen die Bekanntmachung. Die Arbeit war gefährlich: das Neue Forum wurde vom SED-Staat als staats- und verfassungsfeindlich eingestuft. In einer privaten Wohnung in Zittau wurde unter konspirativen Bedingungen der 19. Oktober 1989 vorbereitet. An diesem Tag versammelten sich mehr als 10.000 Oberlausitzer in drei Zittauer Kirchen, um das Neuen Forum kennen zu lernen und es zu unterstützen. Der Aufruf des Neuen Forum wurde in den Monaten September, Oktober und November 1989 von über 20.000 Bürgerinnen und Bürger der Oberlausitz unterzeichnet.

Mit der Festveranstaltung anlässig der 25 jährigen Wiederkehr dieses wichtigsten Datums für die Oberlausitz der jüngeren Zeitgeschichte wollen die Landkreise Bautzen und Görlitz gemeinsam mit der Umweltbibliothek Großhennersdorf, der ev.-luth. Kirchgemeinde Zittau und der Hillerschen Villa erinnern und würdigen, derer Gedenken, die bereits gestorben sind und durch die Programmgestaltung in die Zukunft schauen. Das Europer-Jugendkammerorchster wird die Veranstaltung musikalisch umrahmen. Als Festredner konnte Werner Schulz gewonnen werden. 

Programmablauf: „25 Jahre Friedliche Revolution in der Oberlausitz“

Ort:                  Klosterkirche Zittau

Zeit:                19.10.2014, 16:00 Uhr

ab 15:00 Uhr Toncollage „19. Oktober 1989“, Der Besucher wird bereits vor der Klosterkirche mit der Soundinstallation empfangen und beim Eintritt in die Kirche durch sie begleitet.

16.00 Uhr        Wojciech Kilar (1932-2013): Orawa, EUROPERA-Jugendkammerorchester

16.15 Uhr        Begrüßung/Grußworte 

16.30Uhr        Josef Myslive?ek (1737-1781): Sinfonia in D-Dur, EUROPERA-Jugendkammerorchester

16.45 Uhr        Festrede: Werner Schulz  

17.15Uhr        Ludwig van Beethoven 1770 – 1827, Sinfonie Nr. 1, EUROPERA-Jugendkammerorchester

17.45 Uhr        Preisverleihung „Politische Orte in Sachsen“, Frank Richter, Sächsische Landeszentrale für Politische Bildung

18:00 Uhr        Ausstellungseröffnung "Die DDR zwischen Repression und Widerspruch", Lutz Rathenow, Sächsischer Landesbeauftragter für Stasieunterlagen 

Ausstellungsrundgang, Imbiss, Gespräche 

Beim Kirchenaustritt empfängt den Besucher neben der Sound- auch noch eine Videoprojektion zur visuellen Erinnerung an den Herbst `89.

Eine Veranstaltung der Umweltbibliothek Großhennersdorf mit freundlicher Unterstützung der Sächsischen Staatsregierung.