ADFC-Fahrradklimatest: Löbau zum ersten Mal dabei, Franziska Schubert (MdL): Staatsregierung und Kommune müssen den Radverkehr endlich stärker unterstützen

Dresden. Das Interesse am Radverkehr ist auch in Löbau gewachsen. So war die Stadt das erste Mal beim Fahrradklimatest 2014 des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs e.V. (ADFC) zum ersten Mal dabei. 75 fahrradfahrende Bürgerinnen und Bürger haben sich an der Online-Umfrage des Fahrradclubs beteiligt und nach Schulnoten in 27 Unterkategorien die Fahrradfreundlichkeit ihrer Kommune detailliert bewertet. Insgesamt erhielt Löbau die Note 3,1.

Franziska Schubert

Dresden. Das Interesse am Radverkehr ist auch in Löbau gewachsen. So war die Stadt das erste Mal beim Fahrradklimatest 2014 des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs e.V. (ADFC) zum ersten Mal dabei. 75 fahrradfahrende Bürgerinnen und Bürger haben sich an der Online-Umfrage des Fahrradclubs beteiligt und nach Schulnoten in 27 Unterkategorien die Fahrradfreundlichkeit ihrer Kommune detailliert bewertet. Insgesamt erhielt Löbau die Note 3,1.

Franziska Schubert, GRÜNE Landtagsabgeordnete aus Ebersbach-Neugersdorf hatte auf die Möglichkeit zur Teilnahme in ihrer Heimatregion aufmerksam gemacht. Nun hat sie sich die Ergebnisse des Fahrradklimatests für Löbau genau angeschaut:

"Ich freue mich, dass sich immer mehr Menschen in Löbau für den Radverkehr als umweltschonende Mobilitätsform interessieren - und es macht ja auch Spaß und schont den eigenen Geldbeutel. 75 Menschen, die sich am Test in Löbau beteiligt haben, sprechen eine deutliche Sprache für das Thema Radverkehr. "

"Die Ergebnisse zeigen: Löbau kann sich im sächsischen Vergleich sehen lassen! Klar ist aber auch und das zeigen die Ergebnisse: da ist noch Luft nach oben.  Löbau erhielt immerhin eine Schulnotenbewertung von 3,1. Das bedeutet im
bundesdeutschen Vergleich einen starken Platz 30 von 292 teilnehmenden Kommunen mit weniger als 50.000 Einwohnern. Ich freue mich, dass Löbau mit dieser Wertung in Sachsen ganz vorn liegt. Wieder mal ein Beweis dafür, daß wir nicht immer die Hinterherhinkenden sind, als die wir oft wahrgenommen werden.", so Schubert.

"Eine 3,7 bekam die Stadt allerdings für mangelnde Abstellanlagen und sogar nur eine 3,8 in der Kategorie "Fahrradmitnahme im öffentlichen Verkehr". Hier Verbesserungen zu erreichen muss das Ziel der Verkehrspolitik vor Ort und des Freistaates insgesamt sein, denn ein gutes Radverkehrsangebot lockt nicht nur Touristen an. Wir haben eine touristisch reizvolle Region, in die es zusehends Aktivurlauber und Sportler zieht - das Rad ist also auch touristisch von
Bedeutung. Wenn es einfach ist, es mitzunehmen und sicher abzustellen, dann spricht sich das in dieser Szene ´rum und die Region profitiert. Je mehr Menschen in der Stadt selbst Fahrrad fahren, umso geringer ist die Lärmbelastung - da haben Alle ´was davon."


"Ich werde mich mit den Kolleginnen und Kollegen meiner Fraktion in den derzeitigen Haushaltsverhandlungen im Sächsischen Landtag dafür einsetzen, dass der Landtag für die nächsten Jahren die Mittel zur Förderung des Radverkehrs deutlich aufstockt. Wir GRÜNE haben das Ziel, in ganz Sachsen bis 2020 einen Radverkehrsanteil von 20 Prozent zu erreichen. Dafür braucht es aber Engagement und ausreichende finanzielle Mittel. 88 Cent Investition in den Radverkehr je
Einwohner im Jahr 2014 in Sachsen waren viel zu wenig. Eigentlich hat Sachsen und haben Orte wie Löbau ein großes Radverkehrspotenzial", so Schubert. "Abgehängt werden dürfen wir auch in diesem Bereich nicht weiterhin.", so die Abgeordnete.


Hier die Ergebnisse der Kommune Löbau im Detail:
http://object-manager.com/om_map_fahrrad_if/data/2014/L%f6bau.pdf