Bahnhof und Fahrkartenverkauf in Löbau müssen gesichert bleiben! - ZVON-Tarifgrenze durch Landkreis Bautzen bleibt problematisch - Fahrgastzahl ist bis 2025 verdoppelbar

Jähnigen: Weichen für den ÖPNV müssen in Löbau, in der Oberlausitz, im Zweckverband und bei der Staatsregierung richtig gestellt werden

v.l.n.r.: E. Jähnigen (MdL), H.-J. Pfeifer (ZVON), S. Kühn (MdB)

Am 1. Juli hat Eva Jähnigen, verkehrspolitische Sprecherin der Landtagsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN die Studie 'Masterplan SACHSENTAKT 21 - Qualitätsoffensive für den Bahnverkehr in Sachsen' der interessierten Öffentlichkeit in Löbau vorgestellt.

Vor über 30 Gästen  diskutierte sie den Entwurf gemeinsam mit Hans-Jürgen Pfeiffer, dem Geschäftsführer des Zweckverbandes Verkehrsverbundes Oberlausitz-Niederschlesien (ZVON) und Stephan Kühn, dem verkehrspolitischen Sprecher der GRÜNEN Bundestagsfraktion, im König Albert Bad.

Die anwesenden Bürgerinnen und Bürger aus der Region mischten sich in die Diskussion ein und schilderten die Situation aus ihrer Sicht als Fahrgäste. Unter besonderer Kritik stand dabei die Ausdünnung der ÖPNV-Angebote an den Zweckverbandsgrenzen. Als problematisch wurde ebenfalls die Tarifgrenze mitten durch den Landkreis Bautzen und die Weiterführung der Bahnangebote nach Polen und Tschechien benannt.

"Der Bahnhof Löbau ist ein wichtiger Umsteigepunkt zwischen Bahn und Bus. Es ist mir unverständlich, dass durch die Verkaufsabsichten der Deutschen Bahn AG auch die Nutzung der Bahnhofshalle und des Fahrkartenverkaufs vor Ort in Frage gestellt wird", kritisierte die Landtagsabgeordnete Eva Jähnigen. "Die Bemühungen der Bürgerinitiative zum Erhalt des Bahnhofes, des Fahrkartenverkaufs und der öffentlichen Nutzung der Bahnhofshalle unterstütze ich von Herzen."

Vor der abendlichen Podiumsdiskussion hatten die beiden GRÜNEN-Verkehrspolitiker den Bahnhof Löbau gemeinsam mit der BI für den Erhalt des Bahnhofs besichtigt.

"Eine Verdopplung der sächsischen Fahrgastzahlen bei Bus und Bahn in den nächsten zehn Jahren sind möglich", ist Jähnigen überzeugt. "Dazu müssen die Weichen für den ÖPNV richtig gestellt werden - in Löbau, in der Oberlausitz, im Zweckverband und bei der Staatsregierung."

Die Landtagsfraktion Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN hat die Studie 'Masterplan SACHSENTAKT 21 - Qualitätsoffensive für den Bahnverkehr in Sachsen' in Auftrag gegeben. Darin haben Gutachter der kcw GmbH und des Leipziger Planungsbüros StadtLabor die nötigen finanziellen Grundlagen und Infrastrukturmaßnahmen für einen sachsenweiten Integrierten Taktfahrplan ermittelt. Bis Ende Juli 2013 sammelt die GRÜNE-Fraktion schriftliche Hinweise, Vorschläge und Kritik am Entwurf des SACHSENTAKT 21. Diese Hinweise sollen in die endgültige Fertigstellung einfließen.

Entwurf SACHSENTAKT 21 und Aufruf zur Diskussion:

www.mobiles-sachsen.de/a8254b72.l