Bündnisgrüne verärgert über Verlängerung der Bauarbeiten am Bf. Zittau

Der Kreisverband Görlitz von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN ärgert sich über die jetzt angekündigte Verlängerung des Schienenersatzverkehrs (SEV) auf allen Strecken zum Bf. Zittau bis zum 21.12.2017, weil die Bauarbeiten nicht wie angekündigt zum 12.11.2017 fertig werden. „Grundsätzlich begrüßen wir die Umbauarbeiten, da sie den Bf. Zittau barrierefrei und zu einem sog. Taktknoten machen sollen:

Der Kreisverband Görlitz von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN ärgert sich über die jetzt angekündigte Verlängerung des Schienenersatzverkehrs (SEV) auf allen Strecken zum Bf. Zittau bis zum 21.12.2017, weil die Bauarbeiten nicht wie angekündigt zum 12.11.2017 fertig werden. „Grundsätzlich begrüßen wir die Umbauarbeiten, da sie den Bf. Zittau barrierefrei und zu einem sog. Taktknoten machen sollen: Immer zur vollen Stunde sollen Anschlüsse innerhalb weniger Minuten in alle Himmelsrichtungen ermöglicht werden. Dass die eh schon sehr lange Totalsperrung des Bf. Zittau um mindestens 5 Wochen verlängert werden soll, hätte jedoch durch eine bessere Finanzausstattung verhindert werden können. Nicht umsonst fordern wir in unserem Bundestagswahlprogramm 1 Mrd. € jährlich zusätzlich für den Nahverkehr. Mit diesem Geld könnten auch derart wichtige Infrastrukturmaßnahmen beschleunigt werden. Durch solche Verzögerungen wirkt der ÖPNV unzuverlässig, verliert an Attraktivität, und es besteht die Gefahr, dass die Fahrgäste aufs Auto umsteigen“, bemerkt der Verkehrsexperte und stellvertretende Kreisverbandssprecher Matthias Böhm.

Da die Züge aus Dresden eh zum Wenden und Tanken von Mittelherwigsdorf als Leerfahrt bis kurz vor die Bahnsteige in Zittau fahren, hätte man die Situation auch mit einem provisorischen Holzbahnsteig entschärfen können. Sicher wurde eine derartige Lösung auch wieder aus Kostengründen verworfen.

Der Zittauer Bündnisgrüne Steve Grundig nutzt mehrmals in der Woche den SEV und ärgert sich über die Fahrtzeitverlängerung: „Für viele Fahrgäste könnte die Reisezeit wieder etwas verkürzt werden, wenn der Fußweg zum oder vom Bf. Zittau entfallen würde, indem der SEV noch eine zusätzliche Haltestelle im Stadtgebiet erhalten würde: Die SEV-Busse von und nach Großschönau bzw. Mittelherwigsdorf könnten eine KVG-Haltestelle in der Dresdner – und Äußeren Weberstr. bedienen. Beim SEV Zittau – Hagenwerder könnte im Bereich des Kreis-Krankenhauses (Haltestelle Komtur- bzw. Leipziger Str.) ein zusätzlicher Stopp eingelegt werden.“

Für den Fall, dass die dadurch verursachte Fahrtzeitverlängerung zu Anschlussverlusten führen sollte, fordert Böhm kurzfristig zumindest eine lockere Auslegung der ZVON-Beförderungsbedingungen: „Im normalen Linienbusverkehr ist gem. § 4 Abs. 4 ab 20:00 das Aussteigen auch zwischen den Haltestellen gestattet, wenn die Verkehrssicherheit gegeben ist. Warum kann der SEV-Bus dann nicht ab 20:00 die auf seiner Strecke liegenden normalen Bushaltestellen mitbedienen? Um diese Uhrzeit ist aufgrund der Verkehrssituation auf den Straßen genug Luft im SEV-Fahrplan.“