Drei-Länder-Treffen zur Spreeverockerung: GRÜNE für gemeinsamen Lausitzer Wasserverband

„Die ökologische Katastrophe für die Gewässer in der Lausitz erfordert

umgehend eine länderübergreifende Lösung“

 

Vetschau. Auf ihrem „Drei-Länder-Treffen zur Spreeverockerung“ sprachen

sich am Donnerstagabend Spitzenpolitiker von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN aus

Brandenburg und Sachsen für einen grenzübergreifenden Lausitzer

Wasserverband aus, um die Eisenfracht der Spree und ihrer Zuflüsse

wirksam und vereint zu bekämpfen. Bereits zum dritten Mal trafen sich

Vertreter von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN aus Berlin, Brandenburg und Sachsen

in Vetschau (Oberspreewald-Lausitz) um über gemeinsame Lösungen der

Folgen des Braunkohle-Tagebaus zu diskutieren.

„Die ökologische Katastrophe für die Gewässer in der Lausitz erfordert
umgehend eine länderübergreifende Lösung“

Vetschau. Auf ihrem „Drei-Länder-Treffen zur Spreeverockerung“ sprachen
sich am Donnerstagabend Spitzenpolitiker von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN aus
Brandenburg und Sachsen für einen grenzübergreifenden Lausitzer
Wasserverband aus, um die Eisenfracht der Spree und ihrer Zuflüsse
wirksam und vereint zu bekämpfen. Bereits zum dritten Mal trafen sich
Vertreter von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN aus Berlin, Brandenburg und Sachsen
in Vetschau (Oberspreewald-Lausitz) um über gemeinsame Lösungen der
Folgen des Braunkohle-Tagebaus zu diskutieren.
„Die ökologische Katastrophe für die Gewässer in der Lausitz erfordert
umgehend eine länderübergreifende Lösung“, sagte der Landesvorsitzende
der sächsischen GRÜNEN Volkmar Zschocke. „Ein länderübergreifender
Gewässerverband wäre eine gute Möglichkeit, gemeinsames Handeln beider
Länder zu gewährleisten“, so Benjamin Raschke, Landesvorsitzender von
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Brandenburg. „Wir werden aber weiter darauf
drängen, dass der Bergbausanierer LMBV auch Sachsen stärker in die
Pflicht nimmt“, sagte Zschocke. In letzter Zeit wurde die Kritik an der
sächsischen Regierung immer lauter, weil vonseiten der schwarz-gelben
Landesregierung zu wenig gegen die Verockerung unternommen wird.
Gemeinsam kritisierten die Vertreter von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN den
mangelnden Willen der Landesregierungen beider Bundesländer, die
Ursachen zu bekämpfen: „Wer neue Braunkohle-Tagebaue eröffnen möchte,
obwohl sie energie- und klimapolitischer Irrsinn sind, kann es nicht
ernst meinen mit der Bekämpfung der Verockerung“, sagte Zschocke.
In beiden Bundesländer sollen mit Welzow Süd II (Brandenburg) und
Nochten II (Sachsen) neue Tagebaue eröffnet werden. „Die weitere
Braunkohleverstromung ist mit dem heutigen Wissen um die Probleme ein
umwelt- und klimapolitischer Amoklauf und schafft für die Lausitz keine
Zukunft“, so Raschke.
Beide Landesvorsitzenden bekräftigten zudem die langjährige Forderung
nach der Einführung einer Wassergebühr für den Braunkohlebetreiber
Vattenfall: „Die Subvention der Braunkohle muss endlich ein Ende haben.
Der Verursacher der zukünftigen Verockerung muss endlich auch seinen
Beitrag leisten und darf die Last nicht auf zukünftige Generationen von
Steuerzahlern abwälzen“, forderten Raschke und Zschocke.