Elektrifizierung Görlitz - Zgorzelec kann von EU gefördert werden

Bei der gestrigen Infoveranstaltung im Görlitzer Bahnhof mit dem Titel "Die Lücke muss weg - wie können wir die grenzüberschreitenden Bahnverbindungen verbessern?“ haben sich der verkehrspolitische Sprecher der Grünen im Europaparlament Michael Cramer und Stephan Kühn, sächsischer Bundestagsabgeordneter und verkehrspolitischer Sprecher der GRÜNEN-Bundestagsfraktion für eine Verbesserung des Schienenverkehrs zwischen Deutschland und Polen stark gemacht:

 

Michael Cramer (l.) und Stephan Kühn im Podium.

Bei der Veranstaltung am 12. Mai im Görlitzer Bahnhof mit dem Titel "Die Lücke muss weg - wie können wir die grenzüberschreitenden Bahnverbindungen verbessern?“ haben sich der verkehrspolitische Sprecher der Grünen im Europaparlament Michael Cramer und Stephan Kühn, sächsischer Bundestagsabgeordneter und verkehrspolitischer Sprecher der GRÜNEN-Bundestagsfraktion für eine Verbesserung des Schienenverkehrs zwischen Deutschland und Polen stark gemacht:

Zehn Jahre nach dem Beitritt Polens zur Europäischen Union fristet der Schienenverkehr zwischen Deutschland und Polen leider immer noch ein Schattendasein. Umso erfreulicher ist es, dass die polnische Seite neuen Schwung in die Verbesserung der Bahnverbindung Dresden – Wroc?aw bringen will. Die von der Polnischen Staatsbahn PKP konkret geplante Elektrifizierung W?gliniec – Görlitz ist eine erste wichtige Etappe beim Ausbau dieser wichtigen deutsch-polnischen Eisenbahnverbindung.

Nah- und Fernverkehrszüge des polnischen Binnenverkehrs können dann bis Görlitz verlängert werden. Die Elektrifizierung bis in die Neißestadt würde neue Angebote ermöglichen. „Görlitz wäre quasi der “westlichste Bahnhof“ des polnischen Bahnnetzes und würde eine wichtige Schnittstellenfunktion zwischen den Eisenbahnnetzen beider Länder einnehmen“, hebt Stephan Kühn die Chancen des Infrastrukturprojekts hervor. Für die wirtschaftliche Entwicklung von Görlitz ist die Verbesserung der Erreichbarkeit im Schienenverkehr von herausragender Bedeutung.

Auf die besondere Förderung grenzüberschreitender Bahnprojekte durch die EU wies Michael Cramer hin. „Bis zu 60 Prozent der Baukosten können aus den Struktur- und Regionalfonds gefördert werden. Damit sollte sich die weniger als einen Kilometer lange Lücke zwischen Zgorzelec und Görlitz überbrücken lassen.“

Das Infrastrukturprojekt ist ein erstes Etappenziel auf dem Weg zu einer durchgehenden Elektrifizierung bis Dresden bzw. Cottbus. Auch die Verbindung Berlin – Cottbus – Görlitz kann für den grenzüberschreitenden Schienenverkehr künftige eine bedeutendere Rolle spielen.

Diese Vorhaben müssen im Bundesverkehrswegeplan 2015 mit der entsprechenden Priorität versehen werden. Durch ihre große Bedeutung für die europäische Integration kommt ihnen eine eigene Wertigkeit zu.