Enttäuschung im Görlitzer Kreisverband der Bündnisgrünen über die Ablehnung von Koalitionsverhandlungen mit der Sächsischen Union

Als am Donnerstagabend der Grüne Parteirat über die Empfehlung an den Landesparteitag bzgl. Aufnahme von Koalitionsgesprächen mit der CDU diskutierte, hoffte der Görlitzer Sprecher der Partei, Thomas Pilz, seine Parteiratskollegen noch überzeugen zu können, sich nicht schon jetzt zurückzuziehen, sondern weiterhin zu versuchen, in Koaltionsverhandlungen eine gemeinsame Basis für eine fünfjährige Regierungsarbeit zu verhandeln.

Thomas Pilz

Franziska Schubert

Als am Donnerstagabend der Grüne Parteirat über die Empfehlung an den Landesparteitag bzgl. Aufnahme von Koalitionsgesprächen mit der CDU diskutierte, hoffte der Görlitzer Sprecher der Partei, Thomas Pilz, seine Parteiratskollegen noch überzeugen zu können, sich nicht schon jetzt zurückzuziehen, sondern weiterhin zu versuchen, in Koaltionsverhandlungen eine gemeinsame Basis für eine fünfjährige Regierungsarbeit zu verhandeln. 

"Die Ergebnisse der Sondierungen waren schon ernüchternd, aber angesichts von 5% Wahlergebnis auch zu verstehen. Sie hätten aber als Basis für Verhandlungen ausgereicht" so Thomas Pilz. Er folgt damit dem Minderheitenvotum von Antje Hermenau, die in den Sondierungen mit der Union verhandelte. "Es ist schön, das Vertrauen gewachsen ist, aber das wir Grünen uns jetzt zurückziehen, ist für mich schwer verständlich. Mit dem Thema Nachhaltigkeit wäre auch eine tragende Leitidee für eine schwarzgrüne Gestaltungspraxis in Sachsen vorhanden" so Pilz weiter.  

Ähnlich wie im Parteirat endete am Samstag die Abstimmung auf dem Landesparteitag: mit übergroßer Mehrheit votierten die Delegierten gegen die Aufnahme von Koalitionsverhandlungen. Einziger Anlass zur Freude in dieser Situation: nach dem Antje Hermenau ihr Landtagsmandat niedergelegt hat, rückt mit Franziska Schubert eine junge Grüne aus der Oberlausitz in den Sächsischen Landtag nach. 

"Es ist sehr bedauerlich, dass mit Antje Hermenau eine der wichtigsten Politikerinnen Sachsens die politische Bühne verlässt. Ich danke ihr persönlich für ihren Einsatz, nicht zuletzt auch für eine schwarz-grüne Koalition. Sie hinterlässt große Fussspuren. Ich freue mich darauf, dass mit mir die Oberlausitz nun auch eine grüne Stimme im sächsischen Landtag hat. Ich werde mich in Dresden für gleiche Chancen für unseren den ländlichen Raum einsetzen und auch aus der Opposition heraus die Zusammenarbeit mit der Regierung suchen." so Franziska Schubert.