Fernverkehrsoffensive der Deutschen Bahn geht an Ostsachsen vorbei

Fernverkehrsoffensive der Deutschen Bahn geht an Ostsachsen vorbei. Zum dem vom Aufsichtsrat der Deutschen Bahn beschlossenen Fernverkehrskonzept erklärt Stephan Kühn, sächsischer Bundestagsabgeordneter und Sprecher für Verkehrspolitik der Grünen-Bundestagsfraktion:

Stephan Kühn

Zum dem vom Aufsichtsrat der Deutschen Bahn beschlossenen Fernverkehrskonzept erklärt Stephan Kühn, sächsischer Bundestagsabgeordneter und Sprecher für Verkehrspolitik der Grünen-Bundestagsfraktion:

„Trotz positiver Aspekte in der neuen Fernverkehrsstrategie der Deutschen Bahn, reicht der Horizont nicht bis in den Osten Deutschlands, geschweige über die Grenze hinaus zu unserem östlichen Nachbarn Polen. Ostsachsen geht leer aus. Weder in der Relation Dresden - Görlitz noch Berlin - Cottbus-Görlitz enthält die neue Strategie Verbesserungen für den Oberlausitzer Raum, sieht man einmal von der IC-Anbindung von Cottbus nach Berlin ab, die aber gerade nicht nach Görlitz weitergeführt wird. Deutlich zu kritisieren ist, dass die Deutsche Bahn kein neues grenzüberschreitendes Angebot nach Polen via Görlitz vorsieht. Diese Aufgabe kann nicht dem regionalen Aufgabenträger des Nahverkehrs ZVON übergeholfen werden. Die Elektrifizierung der Strecken Dresden-Görlitz und Cottbus-Görlitz ist eine wesentliche Voraussetzung für attraktive Fernverkehrsangebote. Ein vom Freistaat unterstütztes Elektrifizierungsprogramm würde die Einbindung in das Fernverkehrsnetz wesentlich erleichtern. Deshalb muss Verkehrsminister Martin Dulig (SPD) das Thema Streckenelektrifizierung jetzt offensiv statt abwartend angehen.”