Grüne für Ausstieg von ENSO und Stadtwerken aus Atomstrombezug und stärkeres Engagement in Erneuerbaren Energien

Am Montag befassten sich die Bündnisgrünen aus dem Altkreis eingehend mit den Katastrophen von Tschernobyl vor 25 Jahren und von Fukushima heute und mit der Frage, ob ein schneller Umstieg auf Erneuerbare Energien möglich ist. Philipp Schwarzbach, Sprecher des Stadt- und Regionalverbandes und Student der Energietechnik schließt daraus: "Trotz aller denkbaren zusätzlichen Sicherungsmöglichkeiten ist Atomkraft letztendlich nicht beherrschbar". Sein Co-Sprecher Horst Schiermeyer ergänzt, dass eine ganzes Bündel von Studien belegt, dass ein Umstieg auf 100 % Strom aus Erneuerbaren Energien möglich ist.  

Die Versammlung kam zum Ergebnis, dass man auch vor Ort anfangen müsse, aus dem Atomstrombezug auszusteigen. ENSO sowie Stadtwerke Zittau und Löbau haben zur Zeit einen Anteil an Atomstrom von knapp 15 % (Stadtwerke Zittau) bis über 25 % (Stadtwerke Löbau), den sie über die Strombörse beziehen. Die Grünen fordern den Verzicht der Versorger auf diesen Atomstrom. Alle drei sind inzwischen vollständig bzw. weitestgehend in kommunaler Hand. Daher sei auch die Kommunalpolitik gefragt, die kommunalen Vertreter in den Gesellschaften zu beauftragen, für einen Umstieg weg von Atom hin zu Investitionen in Erneuerbaren Energien zu sorgen. Die Biomethananlage von ENSO und Stadtwerken in Zittau sei ja ein wichtiger erster Schritt, da sei aber wesentlich mehr möglich wie z.B. die Errichtung von Windkraft- und Solaranlagen in Kooperation mit Bürger-Energiegenossenschaften, sind die Löbau-Zittauer Bündnisgrünen überzeugt.