Industriekonzept Oberlausitz braucht leistungsfähigen Mittelstand

Zum Vorschlag von Siemens-Chef Joe Kaeser, alternativ zur Werksschließung in Görlitz ein Industriekonzept Oberlausitz auf den Weg zu bringen, äußert der sächsische Bundestagsabgeordnete von Bündnis 90/Die Grünen, Stephan Kühn:

„Ich begrüße, dass nach den Absichtserklärungen von Joe Kaeser in Davos nun halbwegs konkrete Vorschläge zur Zukunft des Siemensstandortes in Görlitz auf dem Tisch liegen. Ohne das Engagement und den Widerstand der Siemensianer und der Görlitzer Stadtgesellschaft, wie vor 10 Tagen  eindrucksvoll auf der Demonstration am Obermarkt zu sehen, wäre dies wohl nicht gelungen. Ein erfolgreiches Industriecluster braucht große und kleine Unternehmen. Es kommt jetzt darauf an, nicht nur die Arbeitsplätze bei Siemens im Blick zu haben, sondern die Rahmenbedingungen für klein- und mittelständische Unternehmen  in der Region zu verbessern. Dazu gehören belastbare Strukturen für den Technologietransfer von Hochschulen zu den Unternehmen wie auch die Verbesserung der Infrastruktur insgesamt. Der Breitbandausbau wie auch die Elektrifizierung der wichtigen Eisenbahnverbindungen der Oberlausitz müssen jetzt vordringlich angegangen werden. Hier kann die Bundesregierung ihren Unterstützungsankündigungen konkrete Taten folgen lassen.“