Regenerative Energien um jeden Preis?

Matthias Böhm

Der Zittauer Stadtrat der Bündnisgrünen, Matthias Böhm, hat gegen den Bebauungsplan XXXII eine Einwendung erhoben. In dem Bebauungsplan geht es um die Erweiterung der Photovolatik-Anlage auf der Aschehalde des ehemaligen Kraftwerks Hirschfelde.

Die dafür vorgesehene Fläche war bislang als Waldmehrungsfäche ausgewiesen und soll im Zuge der Erweiterung verschwinden. Bei den vorgeschriebenen Ausgleichsmaßnahmen sind aber nur ca. 50 % Wald vorgesehen, die restlichen Flächen sollen z.B. Halboffenlandschaften und Hecken werden. Matthias Böhm hat keine Bedenken gegen die eigentliche Photovoltaik-Anlage, fordert aber bei den Ausgleichsmaßnahmen eine Kompensation durch forstliche Maßnahmen von etwa 100%.

Aus den Erläuterungen des von der Stadt beauftragtengten Planungsbüros geht hervor, dass die derzeit vorgesehene Wald-Ausgleichsfläche auf Grund der hohen Bodenqualität der landwirtschaftlichen Nutzflächen in der Region verringert wurde. Hier kritisiert Stadtrat Böhm außerdem: "Das ist schon eine Doppelzüngigkeit gegenüber der Landwirtschaft in unserer Region. Denn durch die geplante B 178n werden ebenfalls große landwirtschaftliche Flächen vernichtet, trotzdem hat sich die Stadt Zittau immer positiv zu diesem Bundesprojekt geäußert und Einwendungen von LandwirtInnen ignoriert."