Verkehrspolitischer Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion, Stephan Kühn, unterstützt den „Zipfelzug“

Die Grünen diskutierten am Mittwoch, den 7. August, im Kultur-und Bildungszentrum Neugersdorf mit Bürgern über neue Ideen für den öffentlichen Verkehr im ländlichen Raum

 

Am Beispiel des öffentlichen Nahverkehrs wird das Auseinanderdriften von Großstädten und ländlichen Regionen drastisch sichtbar: Hier volle Züge und überquellende Busse im Berufsverkehr – dort stillgelegte Bahnstrecken und zweimal am Tag der Schulbus. Im ländlichen Raum Sachsens hat der ÖPNV heute teilweise nur noch Nischenfunktion und taugt kaum als Alternative zum eigenen Pkw. „Ein leistungsfähiger ÖPNV ist aber unverzichtbar für das Funktionieren unseres Gemeinwesens. Der ÖPNV gewährleistet die Mobilität aller Bürger und ermöglicht auf diese Weise soziale Teilhabe. Es muss gelingen, mit innovativen Konzepten die Abwärtsspirale des ÖPNV in ländlichen Raum stoppen.“, erklärt Stephan Kühn, sächsischer Bundestagsabgeordneter und verkehrspolitischer Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion.

 

Neue, innovative Angebots für den Nahverkehr, sogenannte „alternative Bedienformen“ wurden im Rahmen der Veranstaltung vorgestellt, so zum Beispiel der Kombibus, der wie die alte Postkutsche neben Personen auch Waren transportiert. "Dazu braucht es", so Kühn, "aber auch eine verlässliche und ausreichende finanzielle Unterstützung durch das Land. Dass der Freistaat die dafür vorgesehene Bundesmittel nicht vollständig an die Verkehrsverbünde weiterreicht, ist ein Skandal. Genau diese Mittel wären notwendig, um Anreize für neue Bedien- und Angebotsformen im ländlichen Raum zu setzen."

 

Zentrales Thema der Veranstaltung, an der Bürgermeisterin Verena Hergenröder teilnahm, war auch der sogenannte Zipfelzug. Mit dem Gleisschluss von Dolni Poustevna nach Sebnitz eröffnen sich neue Möglichkeiten für attraktive Verbindungen im grenzüberschreitenden Schienenverkehr. Die Verbindung nach Rumburk könnte ohne großen Aufwand weiter nach Ebersbach geführt werden, so die Forderung in der Versammlung. Stephan Kühn: "Wir Grünen unterstützen dieses Anliegen. In unserem Konzept der Landtagsfraktion, "Sachsentakt 21" schlagen wir für diese Strecke einen Elbe-Neiße-Sprinter vor, der über Rumburk und Ebersbach die Städte Görlitz und Decin miteinander verbindet. Damit würde auch im Landkreis Görlitz die Verbindung zwischen der Kreishauptstadt und dem Oberland endlich verbessert." Nicht weniger deutlich wurde der Wunsch von Teilnehmern der Veranstaltung geäußert, mit einer Weiterführung des Trilex von Seifhennersdorf nach Eibau die Möglichkeit für eine attraktive Verbindung nach Dresden, insbesondere für die Reisenden aus dem Raum Varnsdorf-Seifhennersdorf, zu bekommen. "Natürlich unterstütze ich diese Idee, auch wenn mir klar ist, dass sie schwierig er durchsetzbar ist, wenn der Freistaat immer weiter die Mittel kürzt", so Stephan Kühn.

 

Stephan Kühn (MdB) links und Bürgermeisterin Verena Hergenröder rechts im Bild

Die Grünen diskutierten am Mittwoch, den 7. August, im Kultur-und Bildungszentrum Neugersdorf mit Bürgern über neue Ideen für den öffentlichen Verkehr im ländlichen Raum

 

Am Beispiel des öffentlichen Nahverkehrs wird das Auseinanderdriften von Großstädten und ländlichen Regionen drastisch sichtbar: Hier volle Züge und überquellende Busse im Berufsverkehr – dort stillgelegte Bahnstrecken und zweimal am Tag der Schulbus. Im ländlichen Raum Sachsens hat der ÖPNV heute teilweise nur noch Nischenfunktion und taugt kaum als Alternative zum eigenen Pkw. „Ein leistungsfähiger ÖPNV ist aber unverzichtbar für das Funktionieren unseres Gemeinwesens. Der ÖPNV gewährleistet die Mobilität aller Bürger und ermöglicht auf diese Weise soziale Teilhabe. Es muss gelingen, mit innovativen Konzepten die Abwärtsspirale des ÖPNV in ländlichen Raum stoppen.“, erklärt Stephan Kühn, sächsischer Bundestagsabgeordneter und verkehrspolitischer Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion.

 

Neue, innovative Angebots für den Nahverkehr, sogenannte „alternative Bedienformen“ wurden im Rahmen der Veranstaltung vorgestellt, so zum Beispiel der Kombibus, der wie die alte Postkutsche neben Personen auch Waren transportiert. "Dazu braucht es", so Kühn, "aber auch eine verlässliche und ausreichende finanzielle Unterstützung durch das Land. Dass der Freistaat die dafür vorgesehene Bundesmittel nicht vollständig an die Verkehrsverbünde weiterreicht, ist ein Skandal. Genau diese Mittel wären notwendig, um Anreize für neue Bedien- und Angebotsformen im ländlichen Raum zu setzen."

 

Zentrales Thema der Veranstaltung, an der Bürgermeisterin Verena Hergenröder teilnahm, war auch der sogenannte Zipfelzug. Mit dem Gleisschluss von Dolni Poustevna nach Sebnitz eröffnen sich neue Möglichkeiten für attraktive Verbindungen im grenzüberschreitenden Schienenverkehr. Die Verbindung nach Rumburk könnte ohne großen Aufwand weiter nach Ebersbach geführt werden, so die Forderung in der Versammlung. Stephan Kühn: "Wir Grünen unterstützen dieses Anliegen. In unserem Konzept der Landtagsfraktion, "Sachsentakt 21" schlagen wir für diese Strecke einen Elbe-Neiße-Sprinter vor, der über Rumburk und Ebersbach die Städte Görlitz und Decin miteinander verbindet. Damit würde auch im Landkreis Görlitz die Verbindung zwischen der Kreishauptstadt und dem Oberland endlich verbessert." Nicht weniger deutlich wurde der Wunsch von Teilnehmern der Veranstaltung geäußert, mit einer Weiterführung des Trilex von Seifhennersdorf nach Eibau die Möglichkeit für eine attraktive Verbindung nach Dresden, insbesondere für die Reisenden aus dem Raum Varnsdorf-Seifhennersdorf, zu bekommen. "Natürlich unterstütze ich diese Idee, auch wenn mir klar ist, dass sie schwierig er durchsetzbar ist, wenn der Freistaat immer weiter die Mittel kürzt", so Stephan Kühn.