Zittaus Grüne stellen acht StadtratskandidatInnen auf

Am Samstag, den 09.02., hat die Wahlversammlung von Bündnis 90 / Die Grünen eine Liste mit acht Stadtratskandidat*innen aufgestellt, darunter altbekannte Namen der grünen Lokalpolitik und genauso viele neue BewerberInnen.

Als Ergebnis kann folgende Liste präsentiert werden: Der Verkehrsplaner und aktuelle Zittauer Stadtrat Matthias Böhm tritt wieder an. Außerdem stellen sich zur Wahl: Die langjährige Jolesch-Wirtin Karin Kayser, der bisherige Stadtjustiziar Horst Schiermeyer, dieAuszubildende für Büromanagement Maxi Israel, Produktmanager Philipp Schwarzbach, Selbstständiger und Greenpeace-Mitglied Martin Herling, selbstständiger Dipl.-Ingenieur Frank Dingeldey, sowie Gründer der Gemeinschaftlichen Landwirtschaft und des Vereins Kraut&Rüben Lukas Stöckmann.

Hoch ist die Vielfalt der Kandidatinnen sowie die Themen, für die gestritten wird: Matthias Böhm möchte die grüne Politik beim Thema Verkehr in Zittau und der Oberlausitz weiterführen. Karin Kayser tritt für ein gutes gesellschaftliches Miteinander und sauberes Klima an. Horst Schiermeyer will sich dem Weg von der "Kohleausstiegs-zur Kulturhauptstadtregion Oberlausitz" widmen. Maxi Israels Themen sind Kulturhauptstadt 2025, Urban Gardening in der Amalienstraße, Angebote für Jugendliche und ein weltoffenes Zittau. Sitzungsleiter Philipp Schwarzbach und Stadtverbandssprecherin Karin Kayser zeigten sich begeistert: „Die Leute haben Lust und wollen am liebsten alle direkt in den Stadtrat um mitzuentscheiden und mitzugestalten“. Co-Sprecher und erstmaliger Kreistagskandidat (Wahlkreis 10, Zittau) Steve Grundig ergänzt: „Ich freue mich riesig über die Listen. Viele Leute, verschiedene Hintergründe, Erfahrene, viele Frauen und auchjunge Menschen, das bereichert die Demokratie und eröffnet verschiedene Blickwinkel.Für die Wahl wünsche ich mir, dass wir mit Grün die Parlamente der Oberlausitz vielfältiger und bunter machen!“

Zittaus Bündnisgrüne sind jedenfalls optimistisch, deutlich besser abzuschneiden als 2014, wo es nur für ein Mandat gereicht hatte. Die "Veteranen" Thomas Pilz (Kreissprecher) und Schiermeyer denken, dass angesichts des Entstehens rechter Parteien auch vielen Wähler*innen wieder der Wert eines starken parteipolitischen Gegengewichts bewusst wird: "In Bayern und Hessen hätte früher auch niemand gedacht,dass Grüne die zweitstärkste Kraft werden könnten. Warum sollten wir hier nicht auch an unsere guten Zittauer Ergebnisse der frühen 90er mit 24 % im Stadtrat 1990 und 5 Mandaten 1994 anknüpfen?"Ob das so klappt, entscheidet schlussendlich der Wähler am 26.05. zur Kommunal- und Europawahl.