Kongress der Europäischen Grünen Partei in Paris

Sonntag, 27. November 2011

Die sächsischen Delegierten Anett Ludwig und Lüder Thienken (oben). Eine Podiumsdiskussion mit Eva Joly auf dem EGP-Kongress (unten).

von Lüder Thienken

Vom 11. bis 13. November 2011 fand der vierte Kongress der Europäischen Grünen Partei (EGP) in Paris statt. Als Delegierte für den Landesverband Sachsen nahmen die beiden Mitglieder der LAG "Europa und Internationales" Anett Ludwig und Lüder Thienken teil.

Das Programm des Kongresses setzte sich aus Workshops, Plenen, einem deutschen Delegiertentreffen und einem Coucil-Meeting, sowie dem abschließenden Abstimmungsmarathon am Sonntagvormittag zusammen.

Besonders interessant, da sehr nah an den politischen Verhandlungen hinter den Kulissen, waren das deutsche Delegiertentreffen und die daraus entstandene Schreibgruppe für Änderungsanträge zu der kurzfristig ins Programm genommenen und schließlich am Sonntag angenommenen „Paris Declaration“. Auch die Teilnahme am Council Meeting war interessant, da sie weitere Einblicke in die Arbeitsstrukturen der EGP bot.

Medialer Höhepunkt des Kongresses war die Rede von der französischen Grünen-Präsidentschaftskandidatin Eva Joly, in der sie auf die Bedeutung der Europäischen Einigung für den Frieden in Europa hinwies und den 11. November, der in Frankreich und anderen Ländern als Gedenktag für das Ende des Ersten Weltkrieges 1918 fungiert, als „Europäischen Tag für den Frieden“ vorschlug. Der Rede Jolys war eine, von den Delegierten mit Begeisterung aufgenommene Ansprache Cem Özdemirs vorangegangen.

Das Kongresswochenende gab neben dem erläuterten Programmablauf vor allem auch Gelegenheit zum internationalen Informationsaustausch und Netzwerken. Daher wurde die Entscheidung, den EGP Kongress aus Kostengründen von nun an nur noch aller fünf, statt der zuvor geltenden 2,5 Jahre veranstalten zu wollen, von der sächsischen Delegation mit Bedauern aufgenommen.

Weitere Informationen unter: http://europeangreens.eu/congress/