„Goldgrube“ statt Kiesgrube?
Montag, 8. August 2011
In der bisherigen öffentlichen Diskussion rund um die geplante neue Deponie der TKK GmbH, Kodersdorf scheint ein wesentlicher Aspekt weitgehend untergegangen zu sein: für die Kiesgrube, die nun zur Deponie werden soll, existiert eine Genehmigung, welche vorsieht, dass nach dem sog. Trockenschnitt der Kiesabbau im Nassschnittverfahren erfolgen soll. Daran anschließend war die Renaturierung (u. a. Wald und See) vorgesehen.
Das lässt aufhorchen und wirft Fragen auf: Wollte die TKK GmbH von Anfang an das Deponiegeschäft in der Region Horka/Neißeaue auf die bestehende Kiesgrube ausweiten und hat sie deshalb den Kies nur so tief ausgebeutet, wie die Deponie ihre unterste Schicht haben wird und sollen auch die übrigen Kies- und Tongruben der TKK GmbH nach und nach mit der gleichen Begründung zu Deponien umgewandelt werden?
Vor dem Hintergrund erheblicher Überkapazitäten an Deponieraum in Sachsen kann kein öffentliches Interesse an der Genehmigung einer neuen Deponie bestehen. Hier geht es wohl eher darum, dass ein Unternehmensverbund auf Kosten den Allgemeinheit Kiesgruben in „Goldgruben“ verwandeln möchte - denn mit Abfall lässt sich schneller und mehr Geld verdienen als mit Kies.






